Das Phänomen ist nicht neu. Williams verwendete in den Siebzigern für zwei Spinne-Ausgaben ein und dasselbe Motiv. Das Titelbild der Nummer 1 gehört eigentlich zu Nummer 99. In den USA erschien Peter Parkers Debüt als Wandkrabbler in einer anderen Marvel-Reihe – 1962 in Amazing Fantasy. Offenbar fehlten Williams daran die Rechte, oder das Cover war gerade nicht auffindbar. Die Hamburger behalfen sich mit dem Jahre später entstandenen Spinne-Titel und fummelten ihn zurecht.
Verblüffend oft recycelte der alte Splitter-Verlag Titelbilder. Serien wie Glory und Gen 13 kamen dort stets in zwei Ausgaben pro Nummer heraus: als Kioskausgabe (bei Splitter »Presseausgabe«) und als Buchhandelsausgabe. Unterschiedliche Cover, derselbe Inhalt. Die US-Vorlage bot das nicht. Für die Kioskausgabe zog Splitter den Originaltitel heran, für die Buchhandelsausgabe bediente sich der Verlag meist an Panels aus dem Heft. Das stresste wohl ein wenig. Nicht nur einmal wiederholen sich Motive.
So oder so, Dopplungen verwirren. Im Idealfall strahlen Titelbilder etwas Unverwechselbares aus, das Begehrlichkeit weckt, Woche für Woche, Monat für Monat aufs Neue. Die ersten Cover des Ultimativen Spiderman lösen das nicht ein. Die sehen aus wie geklont.
Der ultimative Spiderman 2 (Panini 2001) enthält
Ultimate Spiderman 2 und 3 (Marvel 2000)
Der ultimative Spiderman 3 (Panini 2001) enthält
Ultimate Spiderman 4 und 5 (Marvel 2000/2001)
Der ultimative Spiderman 5 (Panini 2001) enthält
Ultimate Spiderman 8 und 9 (Marvel 2001)
Der ultimative Spiderman 8 (Panini 2002) enthält
Ultimate Spiderman 14 und 15 (Marvel 2001)
In Paninis deutscher Ausgabe stecken pro Heft zwei Storys des US-Originals. Alternativen hätten zur Auswahl gestanden (einfach mal hoovern), blieben aber unbeachtet, warum auch immer.
Ei der Daus
Cover, die ähnliche oder dieselben Motive zeigen – eine verpasste Chance. Sie lassen die Gelegenheit aus, etwas Wesentliches hervorzuheben: das Einzigartige einer jeden Veröffentlichung.
***





































