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blaufarn • 20. März 2026

Beim Blättern (17) • Liebesdienste mit Getriebe

Toy Boy Robotics
Sie räumen auf und putzen, einige können sogar kochen, sie sind Kammerdiener, Handwerker und Leibwächter in einem, selbst Schwerstarbeit erledigen sie klaglos. Roboter sind nützliche Gesellen. Auch im Bett, findet manche Madame. Barbarella zum Beispiel, Lorna ebenfalls (nur Axa nicht, die Spaßbremse).


Sex mit Robotern hat gewisse Vorzüge. Der Partner reagiert auf Knopfdruck und will nicht erst die Sportschau zu Ende gucken. Er kann immer, aber er will nur, wenn auch sie will. Er ist ausdauernd wie ein Duracell-Hase, und wenn das Softwarepaket stimmt, spult er nicht ewig dasselbe Programm ab. Weltraumbeauty Barbarella ist angetan. »Victor«, lobt sie, »Ihr habt Stil.« Ihr robotischer Bettgefährte bleibt bescheiden. »Ich kenne meine Schwächen«, gesteht Victor. »Meinen Impulsen haftet immer etwas Mechanisches an.«

Huppen in Hochform: Perspektiven, plastische Tiefe, Dynamik – einzigartig (oben ›Jeremiah‹, unten ›Comanche‹).

Barbarella und Bettgefährte Victor Nach dem Beischlaf zieht der Roboter eine Hose an.

Barbarella und Bettgefährte Victor Nach dem Beischlaf zieht der Roboter eine Hose an.

Barbarella und Bettgefährte Victor Nach dem Beischlaf zieht der Roboter eine Hose an.

Schraubenzieher, bitte
Verkantet sich in der Leistengegend was, die Hydraulik oder das Gestänge, herrscht erstmal tote Hose. Wie bei Arnold. Lornas Robot ist ein wenig lendenlahm. Bis die Dame des Hauses Hand anlegt und die Verklemmung mit geübten Griffen löst. Das Ergebnis ist überzeugend und macht »Boiiing!«,
Lorna jauchzt, und für die Mädels ihrer Tratschrunde gibt es kein Halten mehr: »Arnold, wir kommen!«

Huppen in Hochform: Perspektiven, plastische Tiefe, Dynamik – einzigartig (oben ›Jeremiah‹, unten ›Comanche‹).

Lorna und ihr Robot Arnold  Verkantet sich in der Leistengegend was, reichen ein paar geübte Handgriffe.

Lorna und ihr Robot Arnold Verkantet sich in der Leistengegend was, reichen ein paar geübte Handgriffe.

Lorna und ihr Robot Arnold  Verkantet sich in der Leistengegend was, reichen ein paar geübte Handgriffe.

»Drück‘ mich, Jorge«

Derlei ist von Axa nicht zu hören, schon weil ihr Roboter Mark heißt. Die Amazone frönt zwar ihren Leidenschaften, während sie durch postatomare Gefilde streift, und sie frönt gern und viel. Aber Rumvögeln mit einem Stahlgehäuse? Ist jetzt nicht so ihr Fall. Als sie sich im Schlaf nackt an ihren batteriebetriebenen Freund kuschelt, träumt sie von einem anderen, einem Mann aus Fleisch und Blut. »Oh Jorge«, träumt sie. »Drück‘ mich!« Doch Jorge drückt nicht. Ist nur ihr Roboter. »Ich weiß, du liebst mich auch, Mark«, seufzt Axa traurig. »Aber kaltes Metall ist keine warme Haut.«

Huppen in Hochform: Perspektiven, plastische Tiefe, Dynamik – einzigartig (oben ›Jeremiah‹, unten ›Comanche‹).

Axa und Robo-Freund Mark  Der metallische Begleiter fühlt sich kalt an. Viel kälter als Jorge (der mit dem Bart).

Axa und Robo-Freund Mark Der metallische Begleiter fühlt sich kalt an. Viel kälter als Jorge (links der mit Bart).

Was, fragt man sich unwillkürlich, mag da wohl in Mark vorgehen, in Arnold, in Victor, tief unter ihrer Hülle aus Edelstahl. Wie fühlen die sich, wenn wuschige Blondinen sie als Sexspielzeug benutzen (oder schlimmer noch: verschmähen)? Mit Barbarella zu poppen, mit Lorna zu pimpern: Was macht das mit einem Roboter, wie verarbeitet er das? Ist das nicht Unzucht mit organischer Materie? Eine Art Sodomie?


Die Zigarette danach

Vielleicht wollen Mark, Arnold und Victor mal darüber reden, danach, bei einer Zigarette. Was sie beschäftigt, ob es schön war für sie, woran sie gerade denken... Wenn sie nerven, schaltet man sie halt ab. Ist das fair? Nein. Ist das demütigend? Ja. Aber es ist auch ungemein praktisch.





***


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