Die Schlümpfe erblickten 1958 das Licht der Welt, als Gäste in Band 9 der Comicserie
Johann und Pfiffikus
»Die Flöte mit den sechs Löchern« (im Original »La flûte à six schtroumpfs«). Die blauen Hüpfer machten Furore und erlebten kurz darauf eigene Abenteuer. Ihr Einstand aber firmierte erst später als Schlumpfalbum (unter dem Titel »Die Schlümpfe und die Zauberflöte«).
Das Debüt der Schlümpfe – eine Gastrolle in der Comicserie Johann und Pfiffikus (Johann et Pirlouit).
Auch Leutnant Blueberry stand anfangs nicht als Hauptfigur fest, zumindest nicht als alleinige. Die Serie hieß Fort Navajo, und Mike S. Donovan war nur einer von mehreren Protagonisten, um die sich die Handlung drehte. Den untadeligen Leutnant Craig gab es noch, das unerfahrene Halbblut Crowe, den üblen Indianerhasser Major Bascom...
Doch gegen Blueberrys Charisma hatte das übrige Ensemble schlechte Karten. Der Mann mit den Zügen des jungen Jean-Paul Belmondo avancierte rasch zur Hauptfigur. Leutnant Craig, das Halbblut Crowe, Major Bascom – sie rückten in den Hintergrund und waren irgendwann gar nicht mehr zu sehen. In Frankreich freilich erschien die Serie in den ersten zehn Jahren weiter unter dem ursprünglichen Titel Fort Navajo, ergänzt um den Zusatz Une aventure du Lieutenant Blueberry. Erst 1973, mit Band 14 (»Der Mann, der 500 000 $ wert ist«), verschwand Fort Navajo vom Cover.
Draufgänger Blueberry belegt wie die Wichtel, die Vader Abraham besang: Wenn Co-Stars das Heft in die Hand nehmen, kommt die Handlung oft erst ins Rollen. Manchmal setzt das Erfolgsgeschichten in Gang. Bisweilen sogar Weltkarrieren. Wenn's rund schlumpft.
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aus:
• Die Schlümpfe Album No. 2 »Die Schlümpfe und die Zauberflöte« (Gevacur 1976); Zeichner: Peyo
• Leutnant Blueberry 1 »Fort Navajo« (Ehapa 1989); Zeichner: Jean Giraud (oben)
• Leutnant Blueberry 4 »Das Halbblut« (Ehapa 1989); Zeichner: Jean Giraud (Vorschaubild und Aufmacher)















