Empfehlungen nach Art des Hauses
Schöner stöbern
Quantentechnologie? Ist uns zu hoch. Mit Algorithmen kennen wir uns nicht aus. Und von Künstlicher Intelligenz haben wir auch keine Ahnung. Um den Comics Empfehlungen aus dem übrigen Sortiment zuzuordnen, gehen wir schnöder vor. Gleichwohl haben unsere Vorschläge einen Vorzug (wir staunen selbst): Sie passen.
Eine Selbstverständlichkeit ist das nicht. Nicht mal in Onlineshops wie, sagen wir: Amazon. Die Vorzeigedisziplin des US-Konzerns ist zwar, was Marketingleute Cross Selling nennen: »Kunden, die diesen Schokopudding gekauft haben, kauften auch...« Vanillepudding, Grießpudding, klar. Warum einem die Software dann aber noch Salatgurken und Küchenrollen nahelegt, bleibt ihr Geheimnis. Hatte Amazon vielleicht gerade reichlich auf Lager.
Im Zeichen des Cross Selling Algorithmen spielen Amazons Produktempfehlungen aus. Manchmal irritieren die Vorschläge etwas.
Nichts gegen Salatgurken und saugstarke Wischtücher, aber in unseren Empfehlungen tauchen sie nicht auf... nicht dass wir wüssten... vielleicht auf dem Titelbild eines Comics (müssten wir mal prüfen: »Batman gegen die Gurken von Gotham« – haben wir das?). Unsere Empfehlungsleiste dient nicht als Verkaufsvehikel, sondern in erster Linie als Navigationsebene.
Wer in den Comicserien stöbert, findet in der Bildleiste unter der Heftbeschreibung vier Titel, die »Auch einen Blick wert« sind: jeweils die vorhergehende Nummer der Serie sowie die drei nachfolgenden Bände. Beispiel Die ultimativen Fantastischen Vier Nr. 9:
Ungemein unspektakulär entsteht unsere Empfehlungsleiste. Ihr Nutzen besteht in einem einfachen Dreh: Sie dient zum Navigieren.
Einzeltitel etwa aus dem Fundus der Comicalben ergänzen wir um Empfehlungen, die sich aus der Sache ergeben, weitere Werke des Zeichners zum Beispiel oder thematisch verwandte Titel. Nehmen wir Pinocchia von Jean-Pierre Gibrat:
Auch schön Zu Einzeltiteln wie »Pinocchia« gesellen sich andere Werke des Zeichners und ähnlich gelagerte Comics, hier: Literaturadaptionen mit nackten Frauen auf dem Cover.
Auf das »Passt scho« computergesteuerter Vorschläge setzen wir dabei nicht. Wir gehen profaner vor. Per Hand. Das Ergebnis ist verblüffend, nämlich: eine sinnvolle Auswahl (meistens; manchmal ist man ja nicht ganz bei der Sache). Und die Salatgurken? Überlassen wir den Cross-Selling-Profis.
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Vorschaubild aus: Jean-Pierre Gibrat »Pinocchia« (Carlsen)




















