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blaufarn • 20. Dezember 2025

Hermann Huppen

in den 1980ern

Hermann Huppen

in den 1980ern

Beim Blättern (15) • Hermann treibt Schabernack

Der Tourist von Laramie

Wyoming vor 150 Jahren, der Wilde Westen. Cowboy Red Dust hat allerhand erlebt, seit er sich auf der ›666‹-Ranch verdingte. Indianer auf dem Kriegspfad, Revolverhelden, staubige Städte. Sogar Touristen.  Einen Touristen. Mit Einkaufstüte in der Hand und Fotoapparat vor dem Bauch spaziert er durch Laramie.

Oh, wie schön ist Laramie Die beiden Herren im Vordergrund (rechts Red Dust) haben dafür gerade keinen Kopf. Anders als der Bursche im Hintergrund (S. 26 in der Ehapa- und Carlsen-Ausgabe).

Ein versteckter Ulk – und nicht der einzige im letzten Comanche-Album von Hermann Huppen (*1938 im belgischen Bévercé). Sechzehn Jahre lang, von 1969 bis 1985, zeichnete er die Abenteuer um Red Dust, Farmerin Verna ›Comanche‹ Freemont und Weggefährten wie den kauzigen Ten Gallons. Comanche gilt bis heute als eine der besten europäischen Westernserien. 

Zum Abschied trieb Hermann Schabernack. In »Das Geheimnis um Algernon Brown« (Band 10) schmuggelte er Details, die im Wilden Westen nichts zu suchen haben. In Laramie den Fototouristen mit ›Jade‹-Tüte. Womöglich ein Japaner (die reisen ja viel), mutmaßt die Fanseite Mosapedia, die das Späßchen erwähnt.


Über ein Firmenschild werden sich Historiker unter den Comiclesern wundern. Unweit der ›666‹-Ranch hängt es, das Schild einer Automarke. Toyota unterhält im Provinznest Greenstone Falls eine Niederlassung. Töpfe kriegt man da. Irgendwo soll es auch ein Telefon geben.

Comanche 10 »Das Geheimnis um Algernon Brown« (Ehapa 1984)

Comanche 10 »Das Geheimnis um Algernon Brown« (Carlsen 1995)

Comanche 10 »Das Geheimnis um Algernon Brown« (Carlsen 1995)

Zum Abschied trieb Hermann Schabernack. In »Das Geheimnis um Algernon Brown« (Band 10) schmuggelte er Details, die im Wilden Westen nichts zu suchen haben. In Laramie den Fototouristen mit ›Jade‹-Tüte. Womöglich ein Japaner (die reisen ja viel), mutmaßt die Fanseite Mosapedia, die das Späßchen erwähnt.


Über ein Firmenschild werden sich Historiker unter den Comiclesern wundern. Unweit der ›666‹-Ranch hängt es, das Schild einer Automarke. Toyota unterhält im Provinznest Greenstone Falls eine Niederlassung. Töpfe kriegt man da. Irgendwo soll es auch ein Telefon geben.

Zum Abschied trieb Hermann Schabernack. In »Das Geheimnis um Algernon Brown« (Band 10) schmuggelte er Details, die im Wilden Westen nichts zu suchen haben. In Laramie den Fototouristen mit ›Jade‹-Tüte. Womöglich ein Japaner (die reisen ja viel), mutmaßt die Fanseite Mosapedia, die das Späßchen erwähnt.


Über ein Firmenschild werden sich Historiker unter den Comiclesern wundern. Unweit der ›666‹-Ranch hängt es, das Schild einer Automarke. Toyota unterhält im Provinznest Greenstone Falls eine Niederlassung. Töpfe kriegt man da. Irgendwo soll es auch ein Telefon geben.

Comanche 10 »Das Geheimnis um Algernon Brown« (Ehapa 1984)

Comanche 10 »Das Geheimnis um Algernon Brown« (Carlsen 1995)

Toyota in Greenstone Falls

Eine frühe Niederlassung des japanischen Autokonzerns. Im Sortiment: Töpfe (S. 39 in der Ehapa- und Carlsen-Ausgabe).

Ein Schelm, der Huppen. Man fragt sich, was er Red Dust und Comanche in den Anfängen der Serie untergejubelt hat. McDonald's zwischen Saloon und Pferdeställen? Souvenirstände im Indianerdorf? Vielleicht lohnt ein zweiter Blick in die Alben.

Zu überraschen weiß der Belgier nach wie vor. Als betagter Herr von 85 Jahren kehrte er nochmal nach Wyoming zurück – in einer Comanche-Story, die Sohn Yves schrieb. »Mad Dog« erschien 2023 in einer Sonderausgabe des Comicmagazins Tintin, fast vierzig Jahre nach Hermanns Ausstieg aus der Serie. Sein letzter Streich? Bestimmt nicht.

Zu überraschen weiß der Belgier nach wie vor. Als betagter Herr von 85 Jahren kehrte er nochmal nach Wyoming zurück – in einer Comanche-Story, die Sohn Yves schrieb. »Mad Dog« erschien 2023 in einer Sonderausgabe des Comicmagazins Tintin, fast vierzig Jahre nach Hermanns Ausstieg aus der Serie. Sein letzter Streich? Bestimmt nicht.

In einer Sonderausgabe des Comicmagazins Tintin erschien 2023 Hermanns neue  Comanche-Story »Mad Dog« (geschrieben von seinem Sohn Yves H.).




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Comanche

bei blaufarn

Hermann Huppens offizielle Website

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© Künstler und Verlage | Cover, Leseproben, Bildzitate

© blaufarn | Website, Illustrationen, Texte

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