Beim Blättern (15) • Hermann treibt Schabernack
Der Tourist von Laramie
Wyoming vor 150 Jahren, der Wilde Westen. Cowboy Red Dust hat allerhand erlebt, seit er sich auf der ›666‹-Ranch verdingte. Indianer auf dem Kriegspfad, Revolverhelden, staubige Städte. Sogar Touristen. Einen Touristen. Mit Einkaufstüte in der Hand und Fotoapparat vor dem Bauch spaziert er durch Laramie.
Oh, wie schön ist Laramie Die beiden Herren im Vordergrund (rechts Red Dust) haben dafür gerade keinen Kopf. Anders als der Bursche im Hintergrund (S. 26 in der Ehapa- und Carlsen-Ausgabe).
Ein versteckter Ulk – und nicht der einzige im letzten Comanche-Album von Hermann Huppen (*1938 im belgischen Bévercé). Sechzehn Jahre lang, von 1969 bis 1985, zeichnete er die Abenteuer um Red Dust, Farmerin Verna ›Comanche‹ Freemont und Weggefährten wie den kauzigen Ten Gallons. Comanche gilt bis heute als eine der besten europäischen Westernserien.
Ein Schelm, der Huppen. Man fragt sich, was er Red Dust und Comanche in den Anfängen der Serie untergejubelt hat. McDonald's zwischen Saloon und Pferdeställen? Souvenirstände im Indianerdorf? Vielleicht lohnt ein zweiter Blick in die Alben.
In einer Sonderausgabe des Comicmagazins Tintin erschien 2023 Hermanns neue Comanche-Story »Mad Dog« (geschrieben von seinem Sohn Yves H.).






















